Das soziokratische Meeting zur Selbstorganisation

Wie Sie als Kreis effektiv die Steuerung übernehmen und Ihre Lösungskompetenz erhöhen, hängt von vielen Faktoren ab:

  • Sind Sie gut vorbereitet auf das Treffen und haben eine Person festgelegt, die beim Meeting das Gespräch leitet?
  • Gab es eine Einladung an die Kreismitglieder mit Zusendung der Agenda?
  • Konnten alle Kreismitglieder ihre Agendapunkte hinzufügen?
  • Starten Sie obligatorisch mit einer Ankommensrunde zur Einstimmung auf das Meeting?
  • Wird die Agenda gemeinsam festgelegt?
  • Steht “Fortschrittberichte” auf der Tagesordnung?
  • Werden alle gehört, und werden die Beschlüsse im Konsent gefasst?
  • Wählen Sie die Rollen und verteilen Sie die Aufgaben mit der soziokratischen Wahlmethode?
  • Delegiert der Kreis gut beschriebene Aufgaben zur Ausführung an seine Mitglieder?
  • Werden die Vereinbarungen festgehalten, die Ausführung geleitet und gemessen?
  • Gibt es eine Messung am Ende der Sitzung, um die Zufriedenheit jedes Einzelnen mit dem Ergebnis abzufragen?

Um zu lernen, wie effektive Meetings gestaltet werden, schulen wir Ihre Teams und begleiten Sie in dem Prozess, ein selbstorganisierter Teil eines verbundenen Gesamtorganismus zu werden.

Das Logbuch

Transparenz entsteht durch verfügbare Informationen und Einsicht in die Entscheidungen aller Bereiche. Dazu gibt es in der Soziokratie ein IT-unterstützes Dokument, in dem jeder Kreise ein Tabellenblatt besitzt, darin seine Domäne beschrieben ist, sowie seine Beschlüsse eingetragen und verfügbar gehalten werden.:

  • Vision, Mission und Ziele
  • seine Angebote, Produkte und Dienstleistungen
  • der Rahmen seiner Zuständigkeit innerhalb der Organisation
  • sein autonomer Entscheidungsbereich
  • seine Dokumente, Zielverwirklichungspläne, Umsetzungsprozesse, Protokolle (verlinkt)
  • die Rollen und Funktionen – Leitung, Moderator, Delegierte, Sekretär und Logbuchverantwortliche
  • die Kreismitglieder und ihre Verantwortungsbereiche, sowie
  • die Grundsatzbeschlüsse für die Umsetzung der Pläne zur Zielverwirklichung

Jeder Beschluss und auch jede Rolle hat ein Ablaufdatum und wird zu diesem Termin aufgerollt um die frühere Entscheidung nach Brauchbarkeit für heute zu überprüfen.

Alle Mitglieder bzw. MitarbeiterInnen haben Einsicht in das Logbuch der Organisation. Das erhöht neben dem Wissenstand auch das gegenseitige Vertrauen und die Wertschätzung für alle Bereiche.

Unterscheiden zwischen Grundsatzentscheidung und Ausführungsentscheidung

Um effektive an den notwendigen Agendapunkten arbeiten zu können, verfügt die SKM über ein Werkzeug zur Unterscheidung zwischen grundsätzlichen Angelegenheiten, die den Kreis als Ganzes betreffen, und den ausführenden Aktivitäten, die nur einzelne Kreismitglieder betreffen. Ist die Unterscheidung institutionalisiert, trägt sie wesentlich zur Zeitersparnis bei und erhöht die Autonomie der MitarbeiterInnen bei deren ausführenden Aktivitäten.

Schulung der Rollen

Wie Führung funktioniert, die von einem Kreis unterstützt wird, ist eine neue Erfahrung für die meisten Manager. Man lässt sich auf einen Transformationsprozess ein, verabschiedet sich von alten Ängsten und Überforderungen, und wächst langsam in die Entspannung hinein die entsteht, wenn das Team wirklich Mitverantwortung übernimmt.

Eine delegierte Person neben der Leitung, die die Interessen der eigenen Abteilung im Managementkreis vertritt, ist wie ein Schutzengel der aus einer völlig anderen Perspektive darauf schaut, dass die Belegschaft keine unerfüllbaren Ziele vorgesetzt bekommt. Die Führungskraft kann sich nun ganz auf ihre Rolle als Letztverantwortliche für die Zielverwirklichung konzentrieren, die Teammitglieder unterstützen, motivieren, korrigieren und selbst in die Ausführung einsteigen wenn Not am Manne ist. Sie wird nicht mehr den Spagat vollziehen müssen, sowohl für die Unternehmensziele als auch für die Mitarbeiterzufriedenheit zuständig sein zu müssen. Die doppelte Koppelung senkt die Burn-out-Gefahr der Führungskräfte und der MitarbeiterInnen!

Der Topkreis

Um ein Unternehmen oder eine Organisation mit der Welt zu verbinden, braucht es “oberhalb” der eigenen Führungsebene (Allgemeiner Kreis, Leitungskreis oder Koordinationskreis) eine Möglichkeit, externes Wissen ins Unternehmen zu holen.

Im Besten Fall gibt es in der relevanten Umgebung bereits in Soziokratie erfahrene Fach-ExpertInnen für Recht, Finanzen und Soziales, sowie ExpertInnen für das eigene Geschäftsfeld. Diese erweitern den Blick durch Austausch und Verbundenheit mit externen Netzwerken weit über den eigenen Tellerrand hinaus.

Die Topkreismitglieder sind im Sinne der Unternehmens-Vision ausgewählt worden und können mithilfe der doppelten Verknüpfung das Unternehmen mit Blick auf allgemeinere, gesellschaftliche Ziele mit-steuern.

Das soziokratische Entlohnungsmodell

Soziokratische Statuten